Östrogene in der Nahrung



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Häufig enthält die tägliche Nahrung mehr oder weniger viel Östrogene.

Viel Östrogene in der Nahrung können die Neigung zur Östrogendominanz verstärken.

Östrogen in tierischer Nahrung

Vor einigen Jahren gab es einen riesigen Skandal wegen Kälbern, die mithilfe von Östrogenen gemästet wurden.

Das Östrogen verblieb im Fleisch der Kälber und wurde daher von den Konsumenten gegessen.

Offiziell ist es inzwischen verboten, Nahrungstiere mit Hormonen zu mästen. Doch viele Züchter halten sich nicht an diese Verbote.

Daher kommt es auch heute noch in unterschiedlichem Schweregrad zu Östrogenen in Fleisch, Eiern und Milchprodukten.

Hin und wieder wird ein Nahrungsmittelerzeuger ertappt und die Aufregung ist groß, aber man muss wohl annehmen, dass viele Erzeuger, die Östrogene zur Mast verwenden, nicht dabei erwischt werden.

Wenn man viel tierische Nahrung isst, muss man daher damit rechnen, dass man zumindest hin und wieder überflüssige Östrogene zu sich nimmt.

Östrogen in pflanzlicher Nahrung

Einige pflanzliche Nahrungsmittel enthalten pflanzliche Stoffe, die den Östrogenen ähnlich sind, die sogenannten "Phytoöstrogene". Dies sind beispielsweise Sojabohnen, Hopfen im Bier und einige Gemüse, Früchte und Nüsse.

Im Übermaß genossen, könnten Nahrungsmitteln mit solchen Phytoöstrogenen eine bereits bestehende Östrogendominanz noch verstärken.

Die meisten der Nahrungsmittel, die Phytoöstrogene enthalten, enthalten jedoch auch Stoffe, die dem Progesteron ähnlich sind oder die Progesteronproduktion im Körper ankurbeln. Daher sorgen sie für einen natürlichen Ausgleich und verstärken eine Östrogendominanz nicht oder kaum.

Hopfen wirkt ungünstig

Besonders heikel in Hinblick auf eine Östrogendominanz ist der Hopfen, der im Bier und in vielen Beruhigungstees und -dragees enthalten ist.

Der Hopfen enthält nicht nur reichlich Phytoöstrogene, sondern auch eine Substanz, die die körpereigene Progesteron-Produktion hemmt.

Daher verstärkt Hopfen eine bestehende Neigung zu Östrogendominanz ganz erheblich.

Gegen ein gelegentliches Bier und einen seltenen Hopfentee ist nichts einzuwenden. Aber es kann durchaus schaden, wenn man Hopfenprodukte regelmäßig einnimmt. Das gilt insbesondere für Frauen, die eine Neigung zur Östrogendominanz aufweisen.

Bei Schlaflosigkeit und Unruhe ersetzt man am besten das Baldrian-Hopfen Mittel durch ein reines Baldrian-Mittel.

Der Hopfen ist übrigens auch mit verantwortlich für den bekannten Bierbauch der Männer, denn die pflanzlichen Östrogene im Hopfen wirken auch beim Mann.

Nahrungspflanzen mit reichlich Phytoöstrogenen

Hier finden Sie eine Liste mit einigen Nahrungsmitteln, die besonders viel pflanzliche Östrogene enthalten.

·         Sojabohnen            Enthält Isoflavone

·         Granatapfel            Enthält Beta-Sitosterol, Estradiol, Estrone

·         Leinsamen              Enthält Matairesinol, östrogenähnliche Lignane

·         Saflor-Öl                Enthält Phytosterole

·         Kürbiskerne            Enthält Phytosterole

 

Die obige Liste ist nur eine kleine Auswahl aus einer Fülle von Nahrungsmitteln, die Phytohormone enthalten.

Bis auf den Granatapfel enthalten alle diese Nahrungsmittel auch Stigmasterol, was die Progesteronproduktion im Körper fördert.

Daher kann man diese Nahrungsmittel im Allgemeinen unbesorgt essen, zumal sie sehr gesund sind.

Es kann jedoch nützlich sein, wenn man weiß, dass man auch mit pflanzlicher Nahrung hormonartige Substanzen zu sich nimmt.

Mehr Informationen über Phytohormone finden Sie auf Seite 126.




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