Osteoporose

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Bei einer Östrogendominanz kann es häufig zu einer Osteoporose kommen, obwohl gemeinhin angenommen wird, dass Östrogen eine Osteoporose verhindern kann.

Etwa 30 Prozent aller Frauen jenseits der Wechseljahre leidet unter Osteoporose.

Bei Osteoporose wird die Knochensubstanz immer weniger, bis der Knochen so schwach wird, dass er schon durch kleine Belastungen bricht.

Die Folge sind häufige Knochenbrüche, vor allem im Bereich der Wirbel und Oberschenkelhals. Durch mehrfache Wirbelbrüche kann es zu starken Schmerzen und zu einem sogenannten Witwenbuckel kommen. Ein Oberschenkelhals-Bruch führt nicht selten zu einer dauerhaften Gehbehinderung.

Einer Osteoporose geht meistens jahrelang eine sogenannte Osteopenie voraus, bei der die Knochensubstanz allmählich immer dünner wird. Die Osteopenie geht dann nach und nach in eine Osteoporose über.

Erstaunlicherweise beginnt das Schwinden der Knochensubstanz häufig schon ab 30. Das ist ein Alter, in dem noch jede Menge Östrogen produziert wird. Die Progesteron-Produktion lässt jedoch oft schon ab 30 allmählich nach, vor allem, wenn es hin und wieder zu Zyklen ohne Eisprung kommt.

Während der Wechseljahre findet dann für wenige Jahre ein beschleunigter Knochenabbau statt. Anschließend werden die Knochen wieder mit der gleichen Rate wie vor den Wechseljahren abgebaut.

Dieser Verlauf des Schwindens der Knochensubstanz deutet viel eher auf eine Verbindung mit dem schwindenden Progesteron hin als auf eine eindeutige Korrelation zum Östrogenspiegel.

Wirkung der Hormone auf die Knochensubstanz

Östrogen verhindert den Abbau der Knochensubstanz. Das wird auch Hemmung der Osteoklasten-Aktivität genannt. Die Osteoklasten sind Zellen, die die Knochen abbauen.

Diese Wirkung hält jedoch nur für etwa fünf Jahre an. Danach werden die Knochen etwa gleich schnell abgebaut wie ohne Östrogenzufuhr. Man kann die Osteoporose also nur um diese fünf Jahre hinauszögern, nicht etwa verhindern.

Progesteron fördert jedoch den Aufbau neuer Knochensubstanz. Es regt die Osteoblasten-Aktivität an. Osteoblasten sind Zellen, die die Knochen aufbauen.

Diese neue Knochensubstanz kann dann genau so gut und so lange wie frischer Knochen in der Jugend ihren Dienst tun.

Progesteron kann einer Osteoporose also erheblich besser entgegenwirken als eine Östrogenbehandlung.

Behandlung der Osteoporose

Am besten erfolgt die Behandlung oder Vorbeugung der Osteoporose auf mehrfache Weise, um die Wirkung zu optimieren.

Besonders wirksam ist eine Behandlung mit natürlichem Progesteron. Dadurch wird neue Knochenmasse aufgebaut. Für diesen Einsatzzweck macht die Progesteron-Behandlung auch nach den Wechseljahren noch Sinn.

Sehr wichtig ist auch regelmäßige Bewegung bei der Osteoporose-Behandlung. Bewegung regt den Körper dazu an, auf natürliche Weise die Knochensubstanz zu verstärken. Bei ausgeprägter Osteoporose sollte man jedoch auf riskante Sportarten verzichten, um Knochenbrüche zu vermeiden.

Außerdem sollte man sich regelmäßig dem Sonnenlicht aussetzen, damit genügend Vitamin D vom Körper gebildet werden kann.

Bei der Ernährung sollte man auch ausreichend Calcium-Zufuhr (durch Milchprodukte) und genug Gemüse achten.































































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